Warum ich keine Bücher lese

Als ich in der dritten Klasse angefangen habe Bücher in meiner Freizeit zu lesen, wurden meine Noten bei Diktaten schon fast unschlagbar gut.

Seither habe ich eine Art Hass-Liebe gegenüber Büchern entwickelt.

An jeder Stelle wird Dir gesagt, wie wichtig es ist Bücher zu lesen. Dabei geht es doch viel mehr um die Informationen in den Büchern. Oder?

Ich glaube auch, dass es wichtig ist, sich weiter zu bilden, neuen Input zu holen, die Hirnwindungen in Schwingung zu halten. Aber muss das unbedingt über Bücher sein? Kann ich mir das Wissen nicht anders aneignen? Eventuell über das Internet? Google? Blogs?

Früher wurde das Wissen der Menschheit in Büchern niedergeschrieben und so für die Nachwelt aufbewahrt. Es gab noch kein Internet, die Cloud und die Möglichkeit Wissen für die ganze Welt zur Verfügung zu stellen.

Sobald Bücher nicht mehr wegen der Wissensvermittlung gelesen werden unterscheidet sie nichts mehr von einem Film, einer Serie oder einem Podcast. Dann geht es um Unterhaltung, Drama, Action, Romantik und schlussendlich irgendwo auch dem Entkommen vom eigenen Leben.

3 Gedanken zu “Warum ich keine Bücher lese

  1. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in den richtigen Büchern viel mehr Wissen geholt werden kann als von den meisten Webseiten. Die Ausarbeitung ist einfach komplett anders, viel präziser.
    ich lese sehr gerne Bücher, allerdings nur wenn sie mich persönlich weiter bringen, und das haben die meisten meiner Bücher bisher getan.

    mfG Chri

  2. Wenn es um Belletristik geht, dann hast Du wahrscheinlich Recht. Man sollte auch nicht lesen, um etwas gelesen zu haben, sondern schon ein bestimmtes Ziel verfolgen. Dadurch erscheint aber schon ein roter Faden, finde ich. Zum Beispiel bin ich vor ein paar Wochen auf ein Buch gestoßen, das mir soviel Wert brachte, dass ich jetzt z.B. viele weitere Bücher nicht mehr lesen muss und mir somit Zeit erspart wird.

    Ansonsten finde ich Lesen aber sehr wichtig. Man entwickelt sich mit Büchern einfach deutlich(!) schneller!

    VG
    Anna

  3. Wenn ich noch mehr Zeit hätte, würde ich diese hauptsächlich in das Lesen von Büchern investieren. Um ein Thema wirklich fundiert auszuarbeiten bedarf es oftmals einfach mehr als ein Blogpost oder ein 5-Minuten-Youtube-Video.
    Ich habe in den letzten 2-3 Jahren sicherlich kein Buch mehr aus der Unterhaltungsabteilung angefasst. Wenn ich mal etwas weniger anstregendes lesen möchte, greife ich z.B. zu einer interessanten Biographie.
    Aber auch etwas Unterhaltung schadet sicherlich nicht, um auch mal entspannen zu können und dem Gehirn eine Pause zu gönnen. Obwohl ich darunter nicht verstehe, dass man sich ne ganze Staffel Netflix reinzieht. Die Menge ist hierbei entscheidend.

    Gruß,
    Emanuel

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